

Rosmarin pflanzen und pflegen
Rosmarin ist ein vielseitiger, immergrüner Strauch, der in keinem Garten fehlen sollte. Mit seinem aromatischen Laub und den zarten Blüten verleiht er nicht nur mediterranes Flair, sondern ist auch ein Magnet für Bienen und andere nützliche Insekten. Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammend, gedeiht Rosmarin auch in Österreich hervorragend – vorausgesetzt, er bekommt die richtigen Wachstumsbedingungen.
Ob als Blickfang in Steingärten, überhängend an Beeträndern oder in Töpfen auf der Terrasse – Rosmarin passt sich vielfältigen Gartenstilen an. Die Pflanzen können je nach Sorte zwischen 30 cm und 2 Metern hoch werden. Von Spätwinter bis Sommer schmücken kleine, nektarreiche Blüten in Blau, Weiß oder Rosa die Sträucher und machen sie zu einem Highlight im Garten.
Mit der richtigen Pflege ist Rosmarin robust, pflegeleicht und sowohl in der Küche als auch im Garten eine wahre Bereicherung. In diesem Leitfaden erfährst du, wie du Rosmarin optimal pflanzt, pflegst und durch den Winter bringst.
Die 4 wichtigsten Schritte für den Anbau von Rosmarin
Mit diesen einfachen Schritten kannst du Rosmarin erfolgreich anbauen – ob im Garten oder im Topf:
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Den richtigen Standort wählen: Rosmarin liebt sonnige Plätze mit mindestens 6 Stunden direktem Sonnenlicht pro Tag. In kühleren Regionen ist ein geschützter Platz, z. B. an einer Hauswand, ideal.
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Gut durchlässigen Boden vorbereiten: Der Boden sollte locker und gut drainiert sein, um Staunässe zu vermeiden. Mische Sand oder Kies unter, um die Drainage zu verbessern. Für Töpfe eignet sich ein hochwertiges Substrat, das speziell für Kräuter entwickelt wurde.
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Zweige regelmäßig ernten: Schneide frische Rosmarinzweige nach Bedarf. Häufiges Ernten fördert das Wachstum neuer Triebe und hält die Pflanze gesund.
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Nach der Blüte zurückschneiden: Schneide Rosmarin im Spätsommer nach der Blüte, um die Pflanze kompakt und kräftig zu halten. Vermeide radikales Zurückschneiden ins alte Holz, da dies das Wachstum hemmen kann.
Tipp: Rosmarin ist eine pflegeleichte Pflanze – mit der richtigen Pflege wird er zum langlebigen Begleiter in deinem Garten oder auf dem Balkon.
Einkaufsliste
Hier sind die wichtigsten Dinge, die du für den Anbau von Rosmarin benötigst:
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Rosmarinsetzlinge oder getopfte Pflanzen: Perfekt für einen schnellen Start.
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Bodenverbesserung: Organische Verbesserer wie Kompost oder spezielle Produkte für Kräuter bieten optimale Nährstoffe. Zum Beispiel: SUBSTRAL® Naturen® Boden-Aktivkur.
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Dünger: Ein Allzweckdünger für Kräuter hilft, kräftiges Wachstum zu fördern. Vorschlag: SUBSTRAL® Naturen® Gartendünger.
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Substrat für Töpfe: Für Topfpflanzen eignet sich ein gut durchlässiges Substrat, das speziell für Kräuter und Gemüse geeignet ist.
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Gartenkelle: Zum Einpflanzen und Lockern des Bodens.
Zusatz: Denke bei Töpfen an eine ausreichende Größe und Drainagelöcher, um Staunässe zu vermeiden.
Rosmarin pflanzen
Rosmarin ist eine vielseitige und pflegeleichte Pflanze, die in Österreichs Gärten und auf Balkonen hervorragend gedeiht. Ob direkt im Garten, in Töpfen oder durch Vermehrung aus Stecklingen – mit der richtigen Vorbereitung kannst du Rosmarin erfolgreich kultivieren und jahrelang genießen.
Rosmarin stammt aus dem Mittelmeerraum und bevorzugt warme Sommer und milde Winter. In Österreich gedeiht Rosmarin besonders gut in geschützten Lagen. In Regionen mit strengem Frost sollte Rosmarin im Topf kultiviert werden, damit du ihn im Winter in ein frostfreies Quartier stellen kannst.
Rosmarin im Garten anbauen
Rosmarin gedeiht besonders gut in Beeten und Steingärten. Achte darauf, ihm genügend Platz zu geben, damit er sich ungestört entfalten kann:
Bereite ein Pflanzloch vor, das etwa doppelt so breit und tief wie der Wurzelballen ist. Setze die Pflanze so ein, dass der Wurzelballen knapp unter der Bodenoberfläche liegt. Halte zwischen den Pflanzen einen Abstand von 50–70 cm ein, damit sie nicht um Nährstoffe und Licht konkurrieren.
Nach dem Einpflanzen solltest du gut angießen, ohne Staunässe zu verursachen. Eine Schicht Mulch aus Rindenmulch oder Kies schützt den Boden vor Austrocknung und fördert das Wachstum nützlicher Bodenorganismen.
Tipp: In Regionen mit starken Wintern kannst du den Boden um die Pflanzenbasis zusätzlich mit Stroh oder Laub abdecken, um die Wurzeln vor Frost zu schützen.
Rosmarin aus Setzlingen ziehen
Das Ziehen von Rosmarin aus Setzlingen ist besonders für Anfänger:innen eine einfache Möglichkeit, kräftige Pflanzen zu kultivieren:
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Setzlinge vorbereiten:
Lockere den Wurzelballen vorsichtig, um das Wachstum zu fördern. Falls die Wurzeln sehr dicht gewachsen sind, kannst du sie behutsam mit den Fingern auseinanderziehen.
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Pflanzabstand einhalten:
Halte einen Abstand von etwa 50 cm zwischen den Pflanzen ein, damit sie genug Platz zum Wachsen haben und ausreichend Luft zirkulieren kann.
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Den richtigen Boden verwenden:
Rosmarin liebt durchlässige Böden. Mische Sand oder Kies in die Erde, um Staunässe zu vermeiden.
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Pflegen und gießen:
Gieße die Setzlinge regelmäßig, aber sparsam. Der Boden sollte leicht trocken bleiben, da Rosmarin empfindlich auf zu viel Wasser reagiert.
Zusatz-Tipp: Mulche den Boden rund um die Setzlinge mit Kies oder Rindenmulch, um die Feuchtigkeit zu bewahren und Unkrautwuchs zu verhindern.
Rosmarin aus Stecklingen ziehen
Rosmarin aus Stecklingen zu vermehren ist eine günstige und effektive Methode, um neue Pflanzen zu kultivieren:
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Stecklinge schneiden:
Schneide 10–15 cm lange, gesunde Triebe von einer bestehenden Pflanze. Entferne die unteren Blätter, sodass die unteren 5 cm kahl sind.
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Wurzeln bilden lassen:
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Option 1: Stelle die Stecklinge in ein Glas mit Wasser. Tausche das Wasser alle paar Tage aus.
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Option 2: Pflanze die Stecklinge direkt in Anzuchterde. Halte die Erde leicht feucht, aber vermeide Staunässe.
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Pflege während der Wurzelbildung:
Stelle die Stecklinge an einen hellen, geschützten Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung. Nach etwa 4–6 Wochen haben sich Wurzeln gebildet.
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Einpflanzen der Stecklinge:
Sobald die Wurzeln stark genug sind, kannst du die Jungpflanzen in Töpfe oder in den Garten setzen. Halte die gleichen Bedingungen wie bei Setzlingen ein: durchlässiger Boden, ein sonniger Standort und sparsame Bewässerung.
Tipp: Um die Erfolgschancen zu erhöhen, kannst du die Stecklinge in ein Wachstumsfördermittel für Wurzeln tauchen, bevor du sie in die Erde setzt.
Rosmarin im Topf anbauen
Der Anbau von Rosmarin in Töpfen ist ideal für Balkone, Terrassen und kleine Gärten. So gelingt es dir:
Wähle einen Topf mit mindestens 30 cm Durchmesser und Drainagelöchern, um überschüssiges Wasser abzuleiten. Fülle den Topf mit durchlässigem Substrat, z. B. einer Mischung aus Blumenerde und Sand. Eine Schicht Kies auf dem Topfboden verbessert die Drainage zusätzlich.
Stelle den Topf an einen sonnigen Platz. Rosmarin im Topf benötigt regelmäßigeres Gießen als Pflanzen im Garten, da die Erde schneller austrocknet. Verwende jedoch sparsam Wasser, um Staunässe zu vermeiden.
Tipp: Im Winter kannst du den Topf in ein frostfreies Quartier bringen, z. B. in einen hellen, kühlen Raum. Achte darauf, dass die Erde nicht völlig austrocknet, auch wenn die Pflanze eine Winterpause einlegt.
Pflege und Ernte
Die richtige Pflege ist entscheidend, um Rosmarin gesund und kräftig wachsen zu lassen.
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Pflege:
Schneide Rosmarin einmal im Jahr nach der Blüte im Spätsommer oder frühen Herbst zurück, um die Pflanze kompakt und vital zu halten. Entferne etwa ein Drittel der Triebe, ohne ins alte Holz zu schneiden, da dies das Wachstum hemmen kann. Gieße die Pflanze sparsam, denn Rosmarin bevorzugt leicht trockene Bedingungen. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, da sie zu Wurzelfäule führen kann.
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Ernte:
Schneide frische Zweige nach Bedarf, vorzugsweise am Vormittag, wenn die ätherischen Öle am intensivsten sind. Beginne mit den äußeren Trieben und lass genügend Pflanze stehen, damit sie sich regenerieren kann. Überschüssige Zweige können getrocknet werden, indem du sie zu kleinen Bündeln bindest und an einem schattigen, gut belüfteten Ort aufhängst.
Schutz vor Schädlingen und Krankheiten
Rosmarin wird selten von Schädlingen oder Krankheiten befallen. Die größten Probleme treten auf, wenn die Pflanzen nicht genug Sonnenlicht bekommen, der Boden staunass ist oder das Klima zu feucht ist.
Wurzelfäule ist die häufigste Krankheit bei Rosmarin und entsteht durch Staunässe. Achte darauf, dass der Boden gut durchlässig ist, und reduziere das Gießen in den kälteren Monaten.
Gute Luftzirkulation und das Vermeiden von Überkopfbewässerung können das Risiko von Pilzkrankheiten wie Mehltau durch hohe Luftfeuchtigkeit verringern. Entferne eventuell befallene Blätter und sorge für eine gute Luftzirkulation.
Winterpflege für Rosmarin
In Österreichs Wintern benötigt Rosmarin besonderen Schutz, um Kälte und Frost gut zu überstehen.
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Im Garten:
Mulche den Boden rund um die Pflanzenbasis mit Stroh, Rindenmulch oder Tannenreisig, um die Wurzeln vor Frost zu schützen. In besonders kalten Regionen kannst du die Pflanze mit einem Gartenvlies umwickeln, um sie vor eisigem Wind und Schnee zu schützen.
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Im Topf:
Stelle Töpfe in ein frostfreies, helles Quartier wie ein ungeheiztes Gewächshaus oder einen Wintergarten. Gieße sparsam, gerade so viel, dass die Erde nicht komplett austrocknet. Achte darauf, dass der Topf eine gute Drainage hat, um Staunässe zu vermeiden.
Mit diesen Maßnahmen bleibt dein Rosmarin gesund und vital, selbst in frostigen Wintern.
Fazit: Rosmarin im Garten und auf dem Balkon
Rosmarin ist eine vielseitige und pflegeleichte Pflanze, die sowohl in österreichischen Gärten als auch auf Balkonen wunderbar gedeiht. Mit seinem mediterranen Charme, seinem intensiven Aroma und den leuchtenden Blüten ist er nicht nur ein optisches Highlight, sondern auch eine Bereicherung für die Küche.
Bereit, deinen eigenen Rosmarin anzubauen? Hol dir jetzt Setzlinge oder Stecklinge und starte dein eigenes Kräuterparadies – ob im Garten oder auf dem Balkon. Mit unseren Tipps wird dein Rosmarin garantiert prächtig gedeihen. Starte noch heute!
FAQ
Kann man Rosmarin im Schatten anbauen?
Rosmarin bevorzugt einen sonnigen Standort mit mindestens 6 Stunden direktem Licht pro Tag. An schattigen Plätzen wächst er deutlich langsamer und entwickelt weniger Aroma. Wenn du nur schattige Bereiche zur Verfügung hast, versuche es mit einem Topf, den du an sonnigere Plätze umstellen kannst.
Wie oft sollte Rosmarin gedüngt werden?
Rosmarin benötigt wenig Dünger, da er auf nährstoffarmen Böden gut gedeiht. Ein- bis zweimal im Jahr – im Frühling und nach der Blüte – reicht ein organischer Kräuterdünger, um die Pflanze gesund zu halten. Vermeide Überdüngung, da dies das Aroma der Blätter beeinträchtigen kann.
Wie kann ich Rosmarin vermehren?
Die einfachste Methode ist die Vermehrung über Stecklinge. Schneide im Frühling oder Sommer 10–15 cm lange Triebe, entferne die unteren Blätter und stelle die Stecklinge in Wasser oder pflanze sie direkt in Anzuchterde. Nach etwa 4–6 Wochen haben sich Wurzeln gebildet, und die Pflanze ist bereit zum Umpflanzen.
Ist Rosmarin winterhart in Österreich?
In milden Regionen Österreichs kann Rosmarin im Garten überwintern, wenn er gut gemulcht und vor starkem Frost geschützt wird. In alpinen Gebieten ist es besser, ihn in Töpfen zu kultivieren und an einen frostfreien Ort zu bringen.
Kann ich Rosmarin auf dem Balkon ziehen?
Ja, Rosmarin eignet sich hervorragend für Balkone. Wähle einen sonnigen Platz und einen ausreichend großen Topf mit guter Drainage. In kälteren Monaten kannst du den Topf leicht an einen geschützten Ort bringen, um Frostschäden zu vermeiden.
Welche Sorten eignen sich für den Anbau in Töpfen?
Kompakte Sorten wie „Blue Lagoon“ oder kriechende Varianten wie „Prostratus“ sind ideal für den Topfanbau. Sie bleiben klein und sind pflegeleicht, was sie perfekt für kleine Gärten oder Balkone macht.
Wie lange lebt ein Rosmarinstrauch?
Ein gut gepflegter Rosmarinstrauch kann bis zu 20 Jahre alt werden. Regelmäßiger Rückschnitt und die Vermeidung von Staunässe tragen dazu bei, die Lebensdauer zu verlängern.